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“Weblogs – Eine Einführung”

Es ist vollbracht. Die Arbeit steht. Nach einem heftigen Marathon bin ich jetzt endlich mit der Arbeit fertig. Das hört sich jetzt für einige so an, als wäre ich glücklich darüber, aber dazu muss ich sagen, dass dies nur eine Momentaufnahme ist, denn die Arbeit hat mir schon richtig viel Spaß bereitet. Bevor ich einige Kernpunkte der Arbeit veröffentliche, erstmal eine kleine Chronik.

Am 31.Juli, bin ich aus Madrid (Praxissemester) nach Deutschland gekommen. Bis zum 19. August war ich in der Türkei im Urlaub. Aus dem Urlaub heraus habe ich ein paar Bücher bzgl. Weblogs bestellt und im Anfangsstudium angelesen. Am 24.August hatte ich dann mein erstes Gespräch mit Herrn Zuber bzgl. Aufbau und Inhalt und ab diesem Tag war ich intensiv damit beschäftigt, ich stand auf es waren Weblogs die mich begrüßten, ich ging schlafen und wieder waren es die Weblogs mit denen ich einschlummerte, bis letzten Sonntag, an dem ich dann die letzten Wörter der Arbeit geschrieben habe. Nun ja, seit Montag lese ich Korrektur und arbeite die Korrekturideen meiner Korrektoren (Vielen Dank nochmal an alle die daran beteiligt sind, waren, ihr wart mir eine große Hilfe!) in die Arbeit ein. Mittlerweile kann ich die Arbeit, obwohl ich bisher nur positives Feedback diesbezüglich gekriegt hab, echt nicht mehr sehen. Irgendwie glaube ich, die bald singen zu können. Ein letzter Brocken wird die Präsentation, aber jetzt genieße ich erst mal den Triumph (Auch wenn noch eine Korrektur aussteht…)

Also dann, hier ein paar Punkte aus meiner Arbeit, welche ich interessant finde.

Was ist ein Weblog / Blog überhaupt? Und vor Allem: Wer bloggt?

Bestand die Blogosphäre also anfangs von, Informatikern, technisch-versierten Web-Designern und Programmierern, erleichtertete diese Entwicklung das Veröffentlichen von Beiträgen. Dadurch, entwickelte sich der Blog vom Informationsfilter immer mehr hin zu Journalen. Auf Grund dessen rückte der Fokus immer weiter auf die Selbstdarstellung und die Veröffentlichung von persönlichen Themen. Die Einträge waren somit nicht nur eine Linkliste, die oft aktualisiert werden sollten, sondern beinhalteten zudem auch „short personal entries“ (Blood, 2002: S.5).

Blogs sind genau wie Foren asynchrone Kommunikationssysteme . Basic erklärt den Unterschied metapherös wie folgt: „Blogs sind keine Gemeinschaftswohnungen. Es gibt einen Hausbewohner, den Gäste je nach Bedarf besuchen, weil er möglicherweise leckeren Kaffee und Kuchen anzubieten hat. Auf Foren und Newsgroups machen die Hausbewohner gemeinsam die Musik, jeder kann dazu seinen Kuchen mitbringen. Party! Auf einem Blog macht nur einer die Musik, er bestimmt die Lautstärke, er backt den Kuchen. Die Gäste dürfen davon kosten und zur Musik mitschwofen. Ist der Blogbetreiber kein Partylöwe, kommen wenig Partygäste. Ist hingegen auf einem Forum einer dabei, der eher langweilig ist und keinen blassen Schimmer hat, fällt das nicht weiter in der Masse auf.” (Basic 2005)

Aha, interessant. Und wie definiert man also so einen Weblog?

Bis jetzt ist es nicht möglich, eine allgemeingültige Definition für den Weblogbegriff zu geben…

Und warum nicht?

…da jeder Blogger seinen Blog anders definiert.

Interessant und…Und jetzt?

Folgend werden verschiedene Definitionen angeführt und diskutiert. Um vorab ein Lesen der Arbeit zu erleichtern wird eine Erklärung zu dem Begriff zur Verfügung gestellt.
Weblogs sind Webseiten welche regelmäßig aktualisiert werden. Die veröffentlichten Beiträge, sogenannte Postings , werden rückwärts chronologisch angezeigt: Der aktuellste Beitrag an oberster Stelle, der Zweitaktuellste an Zweiter Stelle usw.

Achso okay…Ja dann… Erzähl mal was für Arten es gibt!

…Der Blogger mit dem Pseudonym Salam Pax berichtete während diesem aus der Perspektive der Geschädigten aus dem Kriegsgebiet Bagdad. Hierbei war es sogar so, dass die sogenannten Leitmedien ihre Internetangebote mit diesem Weblog verlinkten. (Picot et al., 2006, 7). Im Rahmen des Wahlkampfs für die Präsidentschaftswahl 2004 in den USA erfreuten sich Weblogs an Popularität und die Anzahl an Weblogs wuchs stark. Hierzu spielten Weblogs eine wichtige Rolle für die Abstimmung des politischen Agierens einiger Kandidaten. (Picot et al., 2006, 7)

Ich hab da mal was von ‘nem Permalink gehört, was isn das?

Als Permalink wird die feste Ortsangabe (URL ) die einem Artikel zugewiesen wird bezeichnet. Durch die feste Zuweisung bleiben Postings in Weblogs referenzierbar, selbst wenn sie im Archiv gespeichert werden. Permalinks werden durch das Weblog-System automatisch erzeugt und vereinfachen das Verlinken auf andere Blog-Beiträge (Seeber, 2008: 19).

Ganz interessant fand ich auch die Vernetzungsregeln…

Vernetzungsregeln gilt es gesondert zu betrachten, um die Gestalt und Dynamik der sich formenden Netzwerke zu erfassen. Diese beeinflussen das Referenzieren anderer Internetquellen in den Artikeln, den Kommentaren oder an anderen Stellen des Blogs wie zum Beispiel der Blogroll, eine Liste die auf andere Weblogs verweist, die regelmäßig gelesen wird. Diese Regeln werfen Fragen auf. Wann werden Texte in anderen Weblogs verlinkt? Wann erfolgt die Aufnahme eines Blogs in die Blogroll? Verweist man bei der Erfassung von Kommentaren auf das eigene Weblog? Werden die Beiträge auch anderen Formaten wie z.B. per RSS-Feed zur Verfügung gestellt? Weiterhin bleibt zu erwähnen, dass Vernetzungsregeln über den technischen Aspekt hinausgehen. Die Ausprägung von Relationen oder Beziehungen werden hierbei beeinflusst. Dies kann inhaltlicher Art, mittels eines Eintrages als kommunikative Referenz, welche Möglichkeit zur Anschlusskommunikation bietet, oder sozialer Art, in Form eines Links zu einem Weblogeintrag welche die soziale Relation zu dem verlinkten Autor aufzeigt, sein (Schmidt, 2006, 48).

Muss ich mich beim Bloggen an gewisse Regeln halten?

Um ein ethisches Verständnis zu entwickeln, hat Rebecca Blood sechs Regeln für dieses aufgestellt.(Blood, 2002: 114-121).
1. Veröffentliche als Fakt nur dann, wenn du glaubst, dass er richtig ist.
2. Falls bereits Informationen online sind, verlinke dazu.
3. Veröffentliche öffentlich eine Fehlinformation (Aus Sicht d. Bloggers)
4. Schreibe jeden Eintrag so, als würde man ihn nicht verändern können, füge hinzu, aber umschreibe niemals einen Beitrag.
5. Gebe Interessenkonflikte bekannt.
6. Bemerke fragwürdige oder parteiische Quellen.

Wieviele Blogs gibts eigentlich in Deutschland? (bzw. deutsche Blogs im WWW)

Jan Schmidt:
„Eine Zahl zur Bestimmung der Blogosphäre zu nennen ist mindestens genau so schwierig wie eine einheitliche Definition zu finden, da die Vielzahl von inaktiven Blogs, Organisations- oder Unternehmensblogs (Extern sowie intern) und auf Grund der Überlappung mit anderen Anwendungen (z.B. kann man auf myspace oder netlog auch Blogs führen) nicht mehr abschätzbar ist“. (Aus einer E-Mail von Jan Schmidt vom 30.09.2009, siehe Anhang)

Zurück zu den Personen. Sind Blogger also Freaks? Oder, was für Typen sind das eigentlich?

Blogger sind keine homogene Gruppe, jedoch eine wohlhabende und gebildete. Drei-Viertel der US-Blogger haben einen akademischen Abschluss. Auch die europäischen Blogger sind gemäß den Auswertungen von Technorati gebildet. Zwei-Drittel aller Befragten der europäischen Blogosphäre gaben an, einen akademischen Abschluss zu haben (Sifry, 2009).

Ja gut…Aber was für Typen sind das?

Ansgar Zerfaß et al. klassifizieren in 5 Typen (Zerfaß et al., 2007: 7):
1) Social Networker: Nutzt Blogs um mit Freunden den Kontakt aufrecht zu erhalten, neue Bekanntschaften zu schließen und sucht den Austausch mit anderen Menschen.
2) Selbstdarsteller: Stellt die Behauptung „etwas sagen zu haben“ und möchte „Ärger und Kritik loswerden“
3) Informationssucher: Ist auf der Suche nach aktuellen Nachrichten.
4) Aktive Konsumenten: Ist auf der Suche nach aktuellen Produktinformationen.
5) Wissensdurstige: Nutzt Blogs hauptsächlich um sich Hintergrundinformationen zu suchen. Glaubt den klassischen Medien eher weniger.

Und warum bloggen die?

…Mehr als zwei Drittel der Befragten geben an, einen Blog zu führen weil es ihnen Spaß macht. 60% der Befragten geben an zu bloggen weil sie eigene Ideen und Erlebnisse für eigene Zwecke festhalten möchten (Schmidt, 2006, 11).

Das waren jetzt mal ein paar Punkte und ich muss sagen, dass Beste hab ich noch für mich behalten. Schließlich will man ja, dass die Arbeit auch gelesen wird! ;-)

Nochmal Danke an meine Korrekturleser, Basic, Basler, Schmidt, Seeber uvm. welche mir bei Fragen stets zu Rate standen und mit Sicherheit auch einen großen Einfluss auf die Arbeit hatten. Ich werde die Arbeit, sobald ich endgültig fertig bin online stellen und auch meinen, nicht seminarteilnehmenden Bloglesern, zur Verfügung stellen!

Wünsch euch einen schönen Abend!
Das Integrationswunder

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