Schariakonformes Asset-Management
So nennt sich der Arbeitstitel meiner Bachelorarbeit. Im Laufe der nächsten Zeit werde ich aber mit Sicherheit etwas finden, dass sich noch ein wenig “sexier” anhört.
Grob geht es darum, die Werteentwicklungen auf den “Islamischen Indizes” wie z.B. dem S&P 500 Shariah mit konventionellen Indizes wie z.B. dem S&P500 als Benchmark zu vergleichen und diverse Portfolios zu erstellen. Hierbei nehme ich die Modelle von Sharpe, Treynor, Jensen und Markowitz zu Hilfe.
Weiterhin wird die Arbeit schauen, inwieweit man das Risiko (s)eines Portfolios vermindern kann, wenn man hierzu islamisch-konforme Wertpapiere beimischt. Hierbei ziehe ich die Arbeit von Bruno H. Solnik zu Rate, der in seinem Aufsatz “Why not diversify internationally rather than domestically” die Diversifikationseffekte eines inländischen und ausländischen Portfolios aufzeigt.
Als Ergebnis kommen dann solche Grafiken raus:
Auch hier ist schön zu sehen, dass Markowitz`s Portfolio Theorie hält. Er sagte, dass ab 3 Dutzend Wertpapieren in einem Portfolio, das systematische Risiko vorhanden bleibt und nicht mehr diversifizierbar ist.
Der letzte Teil der Arbeit wird schauen, in wie weit die Capital Market Line (CML) sich verschiebt, wenn man einem konventionellen Portfolio islamisch konforme Wertpapiere beimischt.
Interessant ist es für mich zu sehen, gerade nachdem ich den ersten empirischen Teil hinter mir habe, wie viel Statistik-Wissen ich anwenden muss. Ich meine, wir haben zwar im Finance-Kurs des 4.Semesters auch schon mit Regressionsanalysen gespielt und auch in Banking waren Begriffe wie Standardabweichung, Varianz und Co-Varianz nie weit, doch es ist bei mir gerade dauerhaft im Repertoire. So war es nicht ungewöhnlich, dass ich heute Abend in meinem Statistik-Skript nach was gesucht habe.
Die Daten mit denen ich arbeite wurden mir freundlicherweise von S&P und MSCI Barra zur Verfügung gestellt. Auf die Antwort von DJ und FTSE warte ich gerade noch.
Bis eben habe ich die Berechnung eines Beta-Faktors aus dem Buch von Reilly und Brown an Hand eines Beispiels durchgerechnet. Puh. Das war was. Jetzt geh ich schlafen. Ist immerhin schon halb 2…

